Peter Lie­se für einen ein­zi­gen Sitz des EU Par­la­ments

Eine nach­hal­ti­ge Lösung für Straß­burg als Haupt­stadt Euro­pas, aber auch für den Euro­päi­schen Steu­er­zah­ler

Peter Liese für einen einzigen Sitz des Europäischen Parlaments
Peter Lie­se ist für einen ein­zi­gen Sitz des Euro­päi­schen Par­la­ments!

Peter Lie­se ist für eine Ver­le­gung des Sit­zes der Euro­päi­schen Arz­nei­mit­tel­agen­tur (EMA) nach Straß­burg. Der Ers­ter Teil eines umfas­sen­den Pake­tes für einen ein­zi­gen Sitz des EU Par­la­ments in Brüs­sel geht  nächs­te Woche in die Debat­te im Euro­päi­schen Par­la­ment

Ich lie­be die Stadt Straß­burg und ken­ne ihren his­to­ri­schen Wert für die Euro­päi­sche Eini­gung. Gleich­zei­tig jedoch sind die Sit­zun­gen des Euro­päi­schen Par­la­men­tes in Straß­burg, für nur vier Tage im Monat, kei­ne nach­hal­ti­ge Lösung für Straß­burg. Hin­zu­kommt, dass dem Euro­päi­schen Steu­er­zah­ler durch den monat­li­chen Orts­wech­sel zwi­schen den zwei Sit­zen Brüs­sel und Straß­burg immense Kos­ten ent­ste­hen. Daher müs­sen wir drin­gend eine bes­se­re Lösung fin­den, die die legi­ti­men wirt­schaft­li­chen Inter­es­sen der Stadt Straß­burg berück­sich­tigt und die Straß­burg als Haupt­stadt Euro­pas wei­ter­hin wür­digt, gleich­zei­tig jedoch den Steu­er­zah­ler ent­las­tet“, so der süd­west­fä­li­sche CDU-Euro­pa­ab­ge­ord­ne­te Dr. Peter Lie­se.

Das Euro­päi­sche Par­la­ment wird die­se Fra­ge am kom­men­den Mitt­woch wäh­rend einer Ple­nar­sit­zung debat­tie­ren. Als gesund­heits­po­li­ti­scher Spre­cher sei­ner Frak­ti­on wur­de Lie­se von Ver­tre­tern zahl­rei­cher Städ­te, Regio­nen und Mit­glied­staa­ten kon­tak­tiert, die nach dem Aus­schei­den Groß­bri­tan­ni­ens aus der Euro­päi­schen Uni­on ger­ne den neu­en Sitz der EMA stel­len wür­den. Bis­her ist die EMA in Lon­don ange­sie­delt, der Bre­x­it macht jedoch eine Neu­an­sied­lung not­wen­dig.

Wie vie­le ande­re Kol­le­gen bin ich immer mehr von der Idee über­zeugt, die EMA in Straß­burg anzu­sie­deln. Dies soll im Zuge eines umfas­sen­den Ange­bo­tes an Straß­burg und Frank­reich gesche­hen, um den Ver­lust, der durch den Weg­fall der Ple­nar­sit­zun­gen für Straß­burg ent­ste­hen wür­de, aus­zu­glei­chen. Wirt­schaft­lich gese­hen ist die EMA eine viel attrak­ti­ve­re Insti­tu­ti­on als das Euro­päi­sche Par­la­ment, da nicht nur 900 Ange­stell­te und ihre Fami­li­en dann nach Straß­burg zie­hen wür­den, son­dern auch ein Besu­cher­strom von bis zu 40.000 Besu­chern pro Jahr ent­ste­hen wür­de. Zusätz­lich wür­den sich vie­le Anwalts­kanz­lei­en und ande­re Fir­men im neu­en Umfeld der EMA ansie­deln. Straß­burg hat viel bes­se­re Vor­aus­set­zun­gen als vie­le der ande­ren Bewer­ber für die EMA, da es bereits inter­na­tio­na­le Schu­len gibt, sowie zahl­rei­che Job-Mög­lich­kei­ten für die Part­ner der EMA-Ange­stell­ten, wie bei­spiels­wei­se den Euro­pa­rat, die Uni­ver­si­tät, zahl­rei­che Arz­nei­mit­tel­her­stel­ler und zahl­rei­che For­schungs­or­ga­ni­sa­tio­nen.

Straß­burg­hat die bes­ten Vorraus­set­zun­gen um der neue Stand­ort der EMA zu wer­den!

Dar­über hin­aus beher­bergt Straß­burg schon das Euro­päi­sche Direk­to­rat für die Qua­li­tät von Arz­nei­mit­teln (EDQM). Straß­burg hat zwei­fels­oh­ne die bes­se­ren Vor­aus­set­zun­gen und viel bes­se­re Chan­cen als Lil­le, die aktu­el­le offi­zi­el­le Kan­di­da­tur Frank­reichs. Natür­lich kann EMA nicht allein den sym­bo­li­schen Wert erset­zen, um die his­to­ri­sche Bedeu­tung der Stadt Straß­burg für Euro­pa zu unter­strei­chen, daher kann die Ver­le­gung des Sit­zes der EMA nach Straß­burg nur ein Teil eines umfas­sen­de­ren Pake­tes sein. Da Euro­pa ohne­hin die Koope­ra­ti­on im mili­tä­ri­schen Bereich stär­ken und ver­tie­fen muss, wird es sehr wahr­schein­lich auch in die­sem Bereich neue Insti­tu­tio­nen geben. Auch hier weist Straß­burg schon gute Vor­aus­set­zun­gen auf, da bei­spiels­wei­se schon das Euro­corps sei­nen Sitz dort hat. Ich hof­fe, dass Prä­si­dent Macron und die fran­zö­si­sche Regie­rung sich den Vor­schlag gründ­lich anse­hen wer­den und ver­ste­hen wer­den, dass er auf lan­ge Sicht sowohl für Straß­burg, als auch für Frank­reich sehr lukra­tiv ist.

Schluss mit dem Wan­der­zir­kus

Der Wan­der­zir­kus zwi­schen Brüs­sel und Straß­burg wird mehr und mehr zum Ärger­nis und gera­de in einer Zeit, in der die Euro­päi­sche Uni­on ein Akzep­tanz­pro­blem hat, müs­sen wir eine Lösung fin­den. Dies setzt aller­dings vor­aus, dass alle Mit­glied­staa­ten ihre natio­na­len Ego­is­men zurück­stel­len und zuerst an den euro­päi­schen Steu­er­zah­ler und die gemein­sa­me Sache den­ken“,  so Lie­se abschie­ßend.



Text & Bild: Dr. Peter Lie­se MDB