300.000 kW Block­heiz­kraft­werk für mehr Kli­ma­schutz

Blockheizkraftwerk
Über die Anzei­ge des BHKW wer­den Betriebs­stun­den, Infor­ma­tio­nen zu Motor und Gene­ra­tor und auch Hin­wei­se zur nächs­ten War­tung ange­zeigt.

300.000 kW für mehr Kli­ma­schutz

Schul­kom­plex an der Ulmen­stra­ße erhält moder­ne Hei­zungs­an­la­ge mit Block­heiz­kraft­werk

Lipp­stadt. Inno­va­ti­on für den Kli­ma­schutz: Im neu­en Schul­ge­bäu­de der Gesamt­schu­le gibt es neben man­chem archi­tek­to­ni­schen High­light auch eine ver­steck­te Inno­va­ti­on zu ent­de­cken. Das neu instal­lier­te Block­heiz­kraft­werk (BHKW), das Bestand­teil der Heiz­zen­tra­le ist, erzeugt durch einen gekop­pel­ten Pro­zess gleich­zei­tig Strom und Wär­me und ist damit deut­lich kli­ma­freund­li­cher als die sepa­ra­te Wär­me­ab­nah­me aus Heiz­kes­seln und dem Strom­be­zug aus Kraft­wer­ken.

Inter­es­sant ist dabei, dass die neue Schu­le hier­für eigent­lich kei­ne guten Vor­aus­set­zun­gen lie­fert. In dem gut gedämm­ten Schul­neu­bau wird viel zu wenig Heiz­ener­gie benö­tigt, um ein BHKW sinn­voll betrei­ben zu kön­nen“, erklärt der städ­ti­sche Ener­gie­be­auf­trag­te Burk­hard Alke­mei­er. Mög­lich wird die gewähl­te Ener­gie­ver­sor­gung mit BHKW erst durch den Wär­me­ver­bund mit dem bestehen­den Lehr­schwimm­bad“, so Alke­mei­er wei­ter. Hier wird ganz­jäh­rig Wär­me benö­tigt, womit idea­le Vor­aus­set­zun­gen für den Betrieb des BHKWs gege­ben sind.

Die Ent­schei­dung für das BHKW beruht auf den Erkennt­nis­sen des Energie­konzeptes, das eigens für den Schul­kom­plex erstellt wur­de. Dabei wur­den ver­schie­de­ne tech­ni­sche Aus­stat­tungs­va­ri­an­ten mit ihren Aus­wir­kun­gen auf die Ener­gie­ver­sor­gung, Ener­gie­kos­ten und den Kli­ma­schutz simu­liert. Die jetzt rea­li­sier­te Lösung stellt sich dabei als beson­ders sinn­voll her­aus: Der Strom im BHKW wird mit einem Wir­kungs­grad von 94 Pro­zent erzeugt. Ver­gli­chen mit dem mitt­le­ren Wir­kungs­grad deut­scher Kraft­wer­ke von rund 40 Pro­zent ist das eine erheb­li­che Ver­bes­se­rung. Das führt zu einer pri­mä­ren Ener­gie­ein­spa­rung in Höhe von 28 Pro­zent, womit der posi­ti­ve Effekt auf den Kli­ma­schutz deut­lich wird“, betont der städ­ti­sche Ener­gie­be­auf­trag­te.

Die Kos­ten der Anla­ge belau­fen sich auf 74.000 Euro. Seit Inbe­trieb­nah­me hat das BHKW 54.000 kWh Strom erzeugt. Die Jah­res­pro­duk­ti­on wird dem Strom­ver­brauch von 34 Durch­schnitts­haus­hal­ten ent­spre­chen.
Dank der guten tech­ni­schen Rah­men­be­din­gun­gen wird von einer jähr­li­chen Lauf­zeit von 6.000 Stun­den aus­ge­gan­gen.

Beein­dru­ckend fin­det Burk­hard Alke­mei­er vor allem den Ver­gleich der Lauf­zeit des BHKW-Motors mit der Kilo­me­ter­leis­tung eines Pkws: Bei einer durch­schnitt­li­chen Geschwin­dig­keit von 50 km/​h wür­de das BHKW eine Lauf­leis­tung von 300.000 km pro Jahr zurück­le­gen.“


Text & Bild: Stadt Lipp­stadt