Vor­trag zum The­ma Luther und die Musik“ im Zuge der Doku­men­ta

Musikakademie Kassel
Musik­aka­de­mie Kas­sel

Luther und die Musik – ist eine deut­sche Musik­kul­tur ohne die Refor­ma­ti­on denk­bar?“

Die Musik­aka­de­mie der Stadt Kas­sel Lou­is Spohr“ und ihre För­der­ge­sell­schaft, Fmaks, laden zu einem kul­tur­his­to­ri­schen Blick auf die Bedeu­tung der Musik für Luther und der Bedeu­tung Luthers für die Musik ein am Don­ners­tag, 12. Okto­ber, um 18 Uhr in die Mar­tins­kir­che. Im Mit­tel­punkt wer­den dabei die Nach­wir­kun­gen der Refor­ma­ti­on auf die Musik­ge­schich­te ste­hen.

Die Ver­an­stal­tung Luther und die Musik“ will den Blick­win­kel von einem eher theo­lo­gi­schen Fokus auf die kul­tur­his­to­ri­schen Nach­wir­kun­gen der Refor­ma­ti­on wei­ten. In einem ein­lei­ten­den Fach­vor­trag wird Prof. Dr. Dr. h.c. Mar­got Käß­mann, Bot­schaf­te­rin der Evan­ge­li­schen Kir­che in Deutsch­land für das Refor­ma­ti­ons­ju­bi­lä­um 2017, die zen­tra­le Bedeu­tung der Musik und der Musi­zier­pra­xis der Lai­en für die Theo­lo­gie der Refor­ma­ti­on ver­deut­li­chen.
Als wei­te­rer Gast wird Prof. Dr. Mar­tin Hein, Bischof der Evan­ge­li­schen Lan­des­kir­che von Kur­hes­sen-Wal­deck, erwar­tet. Gemein­sam mit Prof. Dr. Dr. h.c. Käß­mann und dem Wetz­la­rer Musik­his­to­ri­ker Dr. Oli­ver Für­beth, seit vie­len Jah­ren Dozent an der Musik­aka­de­mie, wird er über das kul­tu­rel­le Erbe Mar­tin Luthers dis­ku­tie­ren. Die Mode­ra­ti­on über­nimmt Wer­ner Fritsch, Lei­ter der Kul­tur­re­dak­ti­on der Hes­sisch-Nie­der­säch­si­schen All­ge­mei­nen aus Kas­sel.
Damit das Gan­ze nicht zu tro­cken wird, wer­den der Chor und das Orches­ter der Musik­aka­de­mie unter Lei­tung von Alber­to Ber­ti­no und Tho­mas Pie­per die Ver­an­stal­tung musi­ka­lisch unter ande­rem mit zwei Cho­ral­kan­ta­ten von Felix Men­dels­sohn-Bar­thol­dy („Ver­leih uns Frie­den“ sowie Wir glau­ben all an einen Gott“)  umrah­men.
Pre­mi­um­part­ner der Ver­an­stal­tung ist die Evan­ge­li­sche Bank eG Kas­sel, deren Unter­stüt­zung die Durch­füh­rung der Ver­an­stal­tung erst ermög­licht.

Hin­ter­grund:

Die Refor­ma­ti­on, in Hes­sen unter Land­graf Phil­ipp I. bereits 1526 ein­ge­führt und nach 1530 dann dem Augs­bur­ger Bekennt­nis nach in ihrer luthe­ri­schen Aus­prä­gung zunächst fort­ge­führt, ver­än­der­te die dama­li­ge Welt nicht nur theo­lo­gisch oder poli­tisch, son­dern auch gesell­schaft­lich und kul­tu­rell. Die Betei­li­gung der Lai­en an der Lit­ur­gie des Got­tes­diensts, die Pfle­ge des deut­schen Lied­guts oder die Bedeu­tung des gemein­sa­men Musi­zie­rens brach­te nicht nur Gat­tun­gen wie die Kir­chenkan­ta­te oder das Cho­ral­vor­spiel her­vor, die heu­te Inbe­griff pro­tes­tan­ti­scher Kir­chen­mu­sik sind, son­dern tru­gen auch  dazu bei, dass in den kom­men­den Jahr­hun­der­ten jene rei­che Musik­land­schaft ent­ste­hen konn­te, die Deutsch­land bis heu­te prägt. Zu nen­nen sind die Kan­to­rei­en, Posau­nen­chö­re, Ama­teur­or­ches­ter eben­so wie die bekann­ten Kna­ben­chö­re Mit­tel­deutsch­lands.

Der Ein­tritt zur Ver­an­stal­tung beträgt 8 Euro. Einen ermä­ßig­ten Ein­tritt zu 6 Euro erhal­ten Schü­le­rin­nen und Schü­ler, Stu­die­ren­de, ALG-II-Emp­fän­ger oder Schwer­be­hin­der­te gegen Vor­la­ge eines ent­spre­chen­den Aus­wei­ses. Kin­der bis zum voll­ende­ten 7. Lebens­jahr zah­len 4 Euro.
Kar­ten­ver­kauf erfolgt an der Ver­an­stal­tungs­kas­se. Tele­fo­nisch kön­nen Kar­ten bei der Musik­aka­de­mie unter 0561 /​ 787 4180, per Fax unter 0561787 4188 oder per E‑Mail musikakademie@​kassel.​de vor­be­stellt wer­den.


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