CAR – Die Lizenz zum Töten

CAR
T‑Zelle mit chi­mä­rem Anti­gen­re­zep­tor, die Krebs­zel­len erken­nen kön­nen. (Quel­le: Shut­ter­stock /​ CI Pho­tos)

CAR: Die Lizenz zum Töten

Ber­lin – Sie mas­kie­ren sich so geschickt, wie einst die grie­chi­schen Sol­da­ten im Tro­ja­ni­schen Pferd: Krebs­zel­len. Die krank­ma­chen­den Legio­nä­re haben eine so gute Tar­nung, dass das kör­per­ei­ge­ne Abwehr­sys­tem sie nicht ent­deckt. So kön­nen sich die Krebs­zel­len unbe­hel­ligt im Kör­per aus­brei­ten. Bis jetzt. Denn For­scher haben einen Weg gefun­den, die Tar­nung auf­flie­gen zu las­sen.

Die Wäch­ter des Abwehr­sys­tems, die T‑Zellen, wer­den qua­si mit Nacht­sicht­ge­rät aus­ge­rüs­tet, meint: Sie wer­den im Labor gen­tech­nisch so ver­än­dert, dass sie die Krebs­zel­len erken­nen und ver­nich­ten. Unter Medi­zi­nern heißt die­se Lizenz zum Töten chi­mä­rer Anti­gen­re­zep­tor“, kurz CAR.

Bis­her ist die­se star­ke Waf­fe in den USA und bei sel­te­nen For­men von Blut­krebs zuge­las­sen – und kann auch nur in Fäl­len, in denen ande­re The­ra­pie­op­tio­nen aus­ge­schöpft sind, ein­ge­setzt wer­den. Grund: Auch die Neben­wir­kun­gen der CAR-T-The­ra­pie sind stark. Es wird wei­ter an die­sem viel­ver­spre­chen­den The­ra­pie­an­satz geforscht, sodass auch Pati­en­ten in Euro­pa bald von dem neu­en The­ra­pie­an­satz pro­fi­tie­ren könn­ten. Eine gute Nach­richt!

Hin­weis: Die Ver­wen­dung des Fotos ist unter der Quel­len­an­ga­be Shut­ter­stock /​ CI Pho­tos und in Ver­bin­dung mit der Pres­se­mel­dung hono­rar­frei.


Ihr Ansprechpartner: Julia Richter, Tel. 030/27909-131, 
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Text: BPI Bun­des­ver­band der Phar­ma­zeu­ti­schen Indus­trie